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Komplette Unterwerfung: Sklave und Sklavin

KATEGORIE: UNTEN

Was macht einen Sklaven oder eine Sklavin aus?

Unter einem Sklaven beziehungsweise einer Sklavin versteht man im BDSM eine Person, die sich bereit erklärt die totale Kontrolle an jemanden abzugeben, mit dem sie in einer Beziehung steht. Diese Beziehung kann in ihrer Länge variieren, oft zieht sich ein Sklavenverhältnis jedoch über eine längere Zeit hin.


Anmerkung: Die Verwendung des Begriffs “Sklave/Sklavin” ist aufgrund seiner Historie keineswegs unproblematisch und ist leider nur wegen fehlender Neu-Bezeichnung unvermeidbar.


Die devot unterwürfige Person des Sklaven/der Sklavin gibt sich in seiner Rolle komplett der Entscheidungsgewalt einer übergeordneten Person hin und wird als deren Eigentum betrachtet. Was der Sklave/die Sklavin dann in den Diensten der Befehlsperson tun muss ist offen. Von finanziellen Sklaven, über Sexsklaven bis zu normalen Dienstsklaven ist alles möglich. Oft wird der Sklave beziehungsweise die Sklavin auch mit Schmuck oder speziell mit dem sogenannten “Ring der O” als solcher oder solche gekennzeichnet.

Ein Sklavenverhältnis kann spontan entstehen und ausgelebt werden. Meistens wird es jedoch zuvor auf die gegenseitigen Wünsche des Herren/der Herrin und die des Sklaven/der Sklavin abgestimmt. Nicht selten passiert das sogar in Form eines Vertrages, in dem die wichtigsten Punkte festgeschrieben werden. Nach der Gültigkeitsdauer des Vertrags wird der Sklave beziehungsweise die Sklavin dann in die Freiheit entlassen. Natürlich nur, sofern die Vereinbarungen eingehalten wurden.

Der Reiz entspringt beim Sklavenspiel aus dem stark asymmetrischen Machtverhältnis in der Beziehung. Der Sklave oder die Sklavin gibt sich völlig seiner/ihrer Machtperson hin. Er/sie genießt sowohl die Schutzlosigkeit als auch das Gefühl sich endlich vom Druck der Verantwortung befreit zu haben.

Welche Rollen sind ähnlich?

Ähnliche Rollen finden sich im Bereich der Bottoms und Subs. Denn ein Sklave beziehungsweise eine Sklavin nimmt absolut den unterwürfigen Konterpart der Beziehung ein. Doch auch die Rollen des/der Masochisten kann verwandt mit der Sklavenrolle sein, wenn körperliche Bestrafungen im Einvernehmen von Bedeutung sind. Sklaven/Sklavinnen die zusätzlich Demütigung durch ihre Partnerperson genießen, indem diese sich mit anderen vergnügt, haben die Unterbezeichnung Cuckold/Cuckquean.

Welche Rollen passen dazu?

Das dominante Gegenstück zur Rolle des Sklaven oder der Sklavin bilden im Allgemeinen Top und Dom. Noch genauer passt jedoch die Rolle des Masters/der Mistress dazu, welche einvernehmlich das Eigentum an der devoten Person übernimmt.

Wie erkenne ich, dass ich ein Sklave oder eine Sklavin bin?

Wenn du mit dem Gedanken der absoluten Unterwürfigkeit spielst und dich auch Demütigung und kompletter Kontrollverlust nicht abschreckt, sondern eher anzieht, dann neigst du zur Rolle des Sklaven/der Sklavin. Doch auch der tiefe Wunsch endlich den Druck der Eigenverantwortung von deinen Schultern zu bekommen und dich vollständig in die Hände einer anderen Person zu geben, zeugt von verwandten Neigungen.

Als Sklave und Sklavin ist wichtig, dass…

…dein Kontrollverlust immer in einem abgesteckten Bereich geschieht. Du solltest immer frühzeitig deine Grenzen klarmachen und gegebenenfalls in einem Sklavenvertrag festschreiben. Auch die Wahl des Partners, in dessen Hände du dich begibst ist essenziell, da du ein deiner Rolle sehr verwundbar und schutzlos bist. Weil die Demütigungen meist psychisch sehr belastend sein können, müssen du und dein Gegenpart zudem durchwegs auf deinen mentalen Zustand achten. Doch wenn ihr alles beachtet, können eure Fantasien endlich Wirklichkeit werden.